Aktuelle Grundstückspreise 9112 St. Andrä - €/m² 2026
Bezirk Wolfsberg, Kärnten - PLZ: 9112, 9421, 9422, 9431, 9433, 9470
Der stärkste Preisanstieg im Bezirk - und ein ausverkauftes Gewerbegebiet
Keine andere Gemeinde im Bezirk Wolfsberg hat seit 2016 so stark zugelegt wie St. Andrä: von 36,70 auf 65,30 Euro je Quadratmeter, ein Plus von 78 Prozent. Zum Vergleich: Der Bezirk insgesamt legte um gut 40 Prozent zu, die Bezirkshauptstadt Wolfsberg um 58 Prozent. Damit liegt St. Andrä heute leicht über dem Bezirksschnitt von 64,40 Euro.
Preisentwicklung 2016-2024
Warum ausgerechnet hier
St. Andrä ist mit rund 9.840 Einwohnern die zweitgrößte Gemeinde des Bezirks und ein Arbeitsplatzstandort ersten Ranges. Der Stadtgemeinde sind 835 Arbeitsstätten mit rund 4.500 Beschäftigten zuzurechnen. Prägend sind Metallverarbeitung, Baugewerbe und Holzindustrie.
Den Kern bildet die Industrie- und Gewerbezone St. Andrä Süd mit etwa 30 Hektar Fläche. Dort arbeiten in mehr als 50 Betrieben rund 1.200 Menschen. Entscheidend für die Preisentwicklung ist ein Detail: Die Grundstücke in dieser Zone sind vergeben. Die Gemeinde arbeitet bereits an einer Erweiterung Richtung Südosten.
Wenn Gewerbeflächen knapp werden, wirkt sich das auf den gesamten örtlichen Bodenmarkt aus. Betriebe, die sich ansiedeln wollen, konkurrieren mit Wohnbauwerbern um dieselben Reserven, und Beschäftigte suchen Wohnraum in vertretbarer Entfernung zum Arbeitsplatz.
Die Bahn verstärkt den Effekt
St. Andrä grenzt an St. Paul im Lavanttal, wo mit dem Bahnhof Lavanttal der einzige Intercity-Halt des Bezirks steht. Erreichbar ist er von St. Andrä über die S-Bahn-Haltestelle Jakling mit anschließender Busverbindung. Die Gemeinde selbst erwartet durch die Koralmbahn zusätzlichen Aufschwung für ihre Gewerbezone.
Das Lavanttal insgesamt zählt rund 52.000 Einwohner und etwa 5.300 Arbeitsstätten. Der Talboden ist damit einer der stärkeren Wirtschaftsräume Kärntens - und St. Andrä liegt in dessen Mitte, nicht am Rand.
Preisverlauf
Der Anstieg kam nicht auf einen Schlag. Bis 2019 bewegte sich der Quadratmeterpreis zwischen 36 und 43 Euro, danach zog er kontinuierlich an. Wer hier kauft, zahlt heute rund 30 Euro mehr je Quadratmeter als vor zehn Jahren - bei einer typischen Bauparzelle von 700 Quadratmetern sind das etwa 20.000 Euro Unterschied allein beim Grundpreis.
Vergleich mit Bezirk und Bundesland
| Region | €/m² 2026 | Differenz |
|---|---|---|
| St. Andrä | 65 € | - |
| Bezirk Wolfsberg | 64 € | +1,4% |
| Kärnten | 101 € | -35,1% |
Historische Preise
| Jahr | €/m² | Änderung |
|---|---|---|
| 2024 | 65 € | -2,4% |
| 2023 | 67 € | +3,6% |
| 2022 | 65 € | +12,3% |
| 2021 | 58 € | +33,1% |
| 2020 | 43 € | +7,2% |
| 2019 | 40 € | +19,2% |
| 2018 | 34 € | +2,1% |
| 2017 | 33 € | -9,8% |
| 2016 | 37 € | - |